Saxonische Kultur

Was ist Schaschgulack? Was ist Dark Lord's große "der Boden ist Lava" Gala? Oder die Artikelkriege von 79? Hier erfährst du alles!  

Die Artikelkriege von 79

Nichts in der saxonischen Geschichte wird immer wieder so kontrovers diskutiert wie die Artikelkriege. Hier eine kurze Zusammenfassung vom Autor:

Über eins muss man sich immer im klaren sein, nichts und niemand ist männlicher als ein Saxone. Das befand auch Fürst Tino Krupptschek der 5te, seinerzeit Oberhaupt des saxonischen Städterates.

Krupptschek litt als gebürtiger Lumpa Umpa nicht nur an fortgeschrittenem Spießertum sondern auch an chronischen Minderwertigkeitskomplexen. Aus Dauer-Frust über das schöne Geschlecht und dessen ewigen Zurückweisungen welche er erdulden musste wurden seine weltlichen Ansichten mit der Zeit in Gefühls-Isolation immer extremer.

Da extreme Charaktere dazu neigen für andere entscheiden zu wollen wer sie sind oder besser gesagt, wer sie nicht sind verabschiedete Krupptscheck Kurzerhand ein Verbot für alle weiblichen und nicht männlichen Artikel im Land. Aus Rache und weil er es konnte.

Im Alleingang und unter tosendem Beifall anderer einsammer Männer, verkündete er das "Weniger ist mehr Gesetz" vom Balkon des Klemritzer Ratsgebäudes aus. Eine folgenschwere Entscheidung für das Land und ihn selbst, wie sich bald heraustellen sollte.

Mit einsetzen des Dekret's hieß Beispielsweise die Rübe fortan „der Rübe“, das Güllebier „der Güllebier“ und sogar die Mehrzahl „der Mehrzahl“ mit dem Nebeneffekt, daß Händler nur noch Einzelware verkaufen konnten. („Ich hätte gern drei Semmel“ „Der Semmel, bitte!“, „Dann halt einer…“)


Saxonen sind erstaunlich anpassungsfähig und so funktionierte dieses neue System sogar eine Weile erstaunlich mittelprächtig. Bis zu jenem schicksalhaften Abend, der  nur als "Ballsaalmassaker" in die Annalen Saxoniens einging.


Die Tragödie nahm fahrt auf, als der Haushof-Rekommandeur beim jährlichen Single-Ball die 33 Elternpaare der hoffnungsvollsten Jungfern ankündigte. Aus „Herr Rudolph mit Gemahlin Fürstin Mandy“ wurde, auf Basis der neuen Gesetzgebung: „Es lässt bitten, Fürst Rudolph mit Gemahl Fürst Mandy“.

Der Rest ist traurige Geschichte:
Erst floßen Trännen, dann flogen Handschuhe, Rufe nach Satisfaktion wurden laut, Messer wurden gezückt. Fürst Krupptschek konnte dem ganzen Spektakel nur mit einem beherzten Sprung durch den Abort entkommen, auch als "der große Abtritt" bekannt.

Während also das Blut auf der Tanzfläche floß (übrigens später ein Hit der Asseln),
setzte sich Krupptschek ins benachbarte Bayofrawa ab. In den folgenden Jahren im Exil gründete er auf Schloß Schwanenhals mit gleichgesinnten die "Liga der Einartikler".
Von dort aus plante er bittere Rache an der mittlerweile entstandenen "Mehr-Artikler-Union"

Armeen wurden ausgehoben, Bündnisse geschmiedet, Städte niedergebrannt und wieder aufgebaut um anschließend wieder niedergebrannt zu werden, schon aus Prinzip. 
Ein ewiger Kreislauf setzte ein welcher zugegebenermaßen der Baubranche einen ordentlichen Aufschwung verlieh.

Das Ende kommt meist anders als gedacht, so auch bei Krupptscheck. Dieser verwirkte jäh sein Leben als er im finalen Kampf um Ningeln auf einem brennenden Dach festsaß. Im Stich gelassen von seinen Leibwächtern verlangte dieser lauthals: "Wo ist der Leiter? Bringt mir endlich einen Leiter!" Bis über die Stadtmauern und selbst den Schlachtenlärm hin konnte man sein verägertes Klagen hören. 

Als endlich alle verfügbaren Leiter (von was auch immer) eintrafen war es jedoch zu spät. Von Krupptschecks Ein-Artikel-Träumen blieb nicht mehr als ein Häufchen Asche übrig. Das Gemetzel wurde sofort beendet und alle gingen nach Hause (insofern es noch existierte). So erlebten viele gute, als auch schlechte Menschen auf allen Seiten nicht das Ende dieses irrwitzigen Krieges. Saxoniens berühmtester Einartikler jedoch, fiel nicht im Gefecht, sondern über seine eigene Sturheit. 


Rüben (Rübanus saxonicus)

Gattung: Wurzelgemüse
Familie: Invasive Knollengewächse,
Verbreitung: Ganz Saxonien, bevorzugt auf Feldern, in Gräben, Vorgärten und hin und wieder den Ohren einiger  Ningelner Monolog-Duellanten.

 

Beschreibung

Die Saxonische Rübe gilt neben dem Kraut als das Grundnahrungsmittel schlechthin. Aber nicht etwa, weil sie besonders lecker wäre, sondern weil sie selbst dann wächst, wenn alles andere bereits verdorrt und tot ist. Sie zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Form: von Eirig-rund bis unförmig, gern mit Nebenzipfeln, die von Laien für „kleine Füße“ gehalten werden.
  • Farbe: Gelb, Rot, Lila, Weiß oder irgendetwas dazwischen. Gelehrten streiten bis heute, ob es sich wirklich um verschiedene Sorten oder bloß schlecht gelagerte Exemplare handelt.
  • Geschmack: von „erdig“ bis „erdig mit Würgereiz“.

Kulturelle Bedeutung

  • Die Rübe ist das Herzstück der Güllebierproduktion, da ohne ihren Stärkegehalt das Gebräu „lau wie tote Fische im Sommer“ schmecken würden.
  • Sie gilt als Währung unter Bauernkindern („Zwei Rüben für dein Ratten-Pausenbrot!“).
  • Bei Hochzeiten wird traditionell die Braut "volle Kanne" mit saxonischen Rüben beworfen. Dies gilt als Fruchtbarkeitsritus und verursacht unter den Gästen jede Menge Freude als auch Platzwunden.

Natürliche Feinde

  • Der Rübenhamster (Cricetus rubenarius), ein Nagetier mit der bemerkenswerten Fähigkeit, das Zwölffache seines Körpergewichts an Rübendung auszuscheiden.
  • Der gefleckte Rübenklemmer, ein Käfer welcher von Saxoniern liebevoll „Gratis-Erntehelfer“ genannt werden, insofern sie das Feld des Nachbarn befallen.
  • Wütende Bauern, streng genommen kein Tier, aber mindestens genauso bissig.

Landwirtschaft & Anbau

Die Saxonier schwören auf die Kreuz & Quer-Methode: Jeder pflanzt dort, wo er gerade Platz findet – hinterm Schuppen, im Straßengraben oder direkt im Wohnzimmer. Das Resultat ist ein Feldbild, das dem Ungeübten wie „Kraut und Rüben“ vorkommt, was es streng genommen auch ist.

Besonderheiten

  • Rübenorakel: In manchen Dörfern wird die Form einer frisch geernteten Rübe gedeutet, um die Zukunft vorherzusagen. (Eine zweizipfelige Rübe gilt als Vorzeichen für Zwillinge. Oder Fußpilz. Je nach Region.)

Export: 

  • Der Versuch, Saxonische Rüben in Nachbarländer wie Thurungia und Bayofrawa zu verkaufen, scheiterte bislang kläglich an den Zollbeamten, die den Geruch als „biologische Waffe“ einstuften.

Zusammenfassung

Die Saxonische Rübe ist weniger ein Gemüse als vielmehr eine Lebensart. Sie ernährt, sie hält warm (den Darm) und inspiriert. Ohne sie wäre Saxonien nicht Saxonien.

Güllebier

"Wem haut's da nüsch de Zunge im Mund rum" bei Namen wie: Dösselheimer, Leberknebel, Flotter Otto oder Braune Soße. Hier erfährst du die gängigsten der ca 10 000 verschieden Marken. Demnächst alles darüber hier...


Automatron

Niemand weis genau wie sie funktionieren. 
Erfunden wurden diese kleinen Wunder der Technik in den Kellerlaboren Elonka Billig's.  

Besondere Erwähnung verdient hierbei der legendäre Rezept-O-Mat, ein Gerät, dem man die Rechenleistung einer wiederkäuenden Kuh nachsagt. Und das ist keineswegs abwertend gemeint, denn in Saxonien gelten Kühe als äußerst ausdauernde Denkerinnen, sofern man ihnen genug Stinkrüben reicht. 

So rattern und schnaufen die Automatronen unermüdlich vor sich hin, geben Rezepte, Ernteaufträge oder gelegentlich auch nur Rauchzeichen von sich und niemand traut sich, sie abzuschalten. 

Kutschen

Saxonier lieben ihre Kutschen. Es gibt fast nichts, was ihnen heiliger ist. Vom legendären Zwicker-Mitläufer über das ehrwürdige Schnarchmobil bis hin zur Volkskutsche, sie alle sind Symbole saxonischer Ingenieurskunst (oder zumindest des unbeirrbaren Willens, etwas mit vielen Rädern und Pferden davor zu besitzen). 

Ihre besondere Leidenschaft gilt dabei meist den großen, schweren Kutschen, die so laut knarzen und klappern, dass man schon drei Gassen vorher weiß: Ein Saxonier kommt!
Erwähnenswert weil bei der Oberschicht (und jene die sich dafür halten) sehr beliebt wären da:

- die Brosche 345, eine edle 2 Personen Rennkutsche mit Platz für eine Geliebte plus teurer Handtasche  
- der Bämser (bennant nach dem gleichnamigen Märchen der Bämser Stadtmusikanten) welcher durch den inovativen Ansatz aufällt die Pferde hinter die Kutsche zu spannen um  diese nicht zu ziehen, sondern schieben zu lassen 
- der Clementina Rübenz welcher als erster waschechter 
4 Takter in die Geschichte einging (Vorher trabten alle Pferde nur im 3/4-tel Takt)
 

Vorausgesetzt, die Kasse stimmt, werden vor (oder hinter)  diese Mobile nur die stärksten Pferde gespannt. Und diese edlen Rösser fressen natürlich nichts geringeres als die kostbarsten Stinkrüben, die man für Thaler kaufen kann. 

Ist man einmal unterwegs, klingt das Ganze nicht nur nach brodelnden Verdauungssäften, es riecht auch nach Abenteuer, in jeder Straße, jedem Dorf und jedem Hinterhof. Besonders die Kutschenlenker selbst genießen die puren ihnen entgegenwehenden Winde grenzenloser Freiheit. 

Vereine

Saxonier sind verrückt nach Vereinen. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl und außerdem gibt es kaum eine schönere Möglichkeit, offen zu zeigen:
 „He, schau mal! Ich gehöre dazu … und du nicht!“
Genau das lieben die Saxonier. 

Ein besonderer Verein, der hier zum Thema wird, entstand jedoch nicht aus Spaß an der Freude, sondern aus nackter Not. Genauer formuliert: der Not nach Thalern. 

Denn eines muss man sich immer wieder vor Augen halten: So ziemlich alles in Saxonien wird über Vetternwirtschaft geregelt. Ob es um die Berufswahl des Nachwuchses geht oder um die schnöde Beschaffung von Alltagsgegenständen ,immer zählt nur die Frage: Wen kennst du? 

Das stellt Bürger ohne nennenswerte Bekanntschaften regelmäßig vor ein echtes Dilemma.
Und genau an diesem Punkt springt ein fast schon familärer Verein in die Bresche. Die Drangsalia. 

Sie erweitert die Spielregeln des Erfolgs um einen neuen Faktor: Statt „Wen kennst du?“ heißt es nun ganz einfach:
„Was hast du?“. Einmal Mitglied bekommt man fortan Service und Dienstleistungen in jedem Bereich der Thalergewinnung. Und das ganze für geradezu lächerliche 70% des Gewinns. Erwähnenswert wäre noch der Fakt das für einen Austritt aus der Drangsalia nur Sterbeurkunden akzeptiert werden.  

Krautball

Was machen Saxonier mit zuviel FKK (Freizeit, Kraft und Kraut) Richtig, sie werfen es in Tore und hauen dabei noch ein oder zwei gegneriche Spieler um.
Alles darüber demnächst hier... 


Kunst

Was bedeutet der saxoniche Spruch: "Lieber eine Rübe in der Hand als ein Gemälde an der Wand"? Das erfährst du vieleicht später einmal hier...

Schaschgulack

Fleisch am Spieß, sagt doch schon alles, oder?
Vieleicht gibt es dazu noch mehr, demnächst...


Arbeit

Von den Fabriken von Schnell & Billig über die Rübenbauern hin zu den saxonischen Schwefelminen. Demnächst weißt du mehr...

Thaler

Neben Rüben die einzig akzeptierte Währung in Saxonien®. Ich erzähle warum, demnächst...


Energie

Energie ist ein heikles Thema in Saxonien, obwohl ihre Gewinnung für die Bewohner längst kein Hexenwerk mehr ist. Das Prinzip ist ganz einfach:
Man verbrennt etwas, es entsteht wohlige Wärme, daraus Dampf, daraus Energie. Fertig.

Doch der Weg zu dieser einfachen Erkenntnis, war lang und steinig. Besonderer Dank gebührt hier dem Modemagnaten Micky Schicki.

Micky, Modezar, Visionär, Menschenfreund galt schon lange als Legende. Nicht nur, weil er als erster Fabrikbesitzer selbstlos den Mut aufbrachte, die tägliche Arbeitszeit auf 14 Stunden zu erhöhen (damit seine Arbeiter endlich mehr Thaler verdienen konnten). 
Nein, vor allem revolutionierte er die Methoden der Energiegewinnung.

Man erinnere sich an die Energiekrisen vergangener Zeiten, insbesondere den Winter von ’85, als die Temperaturen weit unter 20 Grad fielen. Müller waren damals noch auf Wind und Wasser angewiesen ein Umstand, der Micky, als passionierten Kuchenesser, schlaflose Nächte bereitete.

So lief er unermüdlich in seinem Atelier auf und ab, bis er sich buchstäblich einen Schuh durchlief. An diesem Tag, es war ein sonniger Dienstag im Dezember, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Die Zukunft liegt im alten Schuh!

Hastig humpelte er zum Städterat, trug seine Idee vor und nur vier Kaffee, drei Stück Streuselkuchen und eine Enthauptung später war Saxonien vor der nächsten Energiekrise sicher.

Von diesem Tag an gibt es den „Alten Latschen Dienstag“: Am Jahresende ist jeder Saxonier verpflichtet, alte unansehnliche Schuhe vor die Tür zu stellen. Mickys Sammlertupps (durchweg Lumpa Umpas) die "Santa-Letos" holen sie ab und schaffen sie in die örtlichen Verbrennungsanlagen.

Das bedeutet:

  • konstante Energieversorgung für alle,
  • und ein unerschöpflicher Strom an Neukunden für Micky Schickis Schuhgeschäfte.

Familie & Freunde

Außer Güllebier, Kutschen, Krautball und Thaler gibt es nur wenig was dem Saxonier so wichtig ist wie die kleinen Kopien von sich selbst. Warum? Demnächst hier...


Nachbarn

Egal ob Thurungia, Bayofrawa oder die vielen anderen Staaten; für Saxonier werden die Bewohner und deren Sprachen schlicht als Nebenländer zusammengefasst.
Warum? Demnächst...