Wie bereits erwähnt,
ich liebe jedwede Art von Spiele, doch noch mehr Freude bereitet es mir, Spielsysteme und neue Mechaniken auszuprobieren und zu entwickeln. Dabei kann das Thema für mich als gebürtigen Saxonier gar nicht schräg genug sein.


Seit 2021 arbeite ich außerdem an meinem Herzensprojekt: einem Rollenspiel-Light, nur ohne Papier & Bleistift. Die Illustrationen über dem Text sind übrigens daraus. Das Setting ist Low Fantasy – Drachen, Elfen und Zwerge wirst du also nicht darin finden, eher Figuren der europäischen Folklore. Angesiedelt ist es in einem fiktiven Europa des 17. Jahrhunderts, einer gefährlichen Welt des Krieges, in der aber durchaus noch Märchen und Mythen lebendig sind.  


Als geflohener Leibeigener wandert man durch das Land, entdeckt Dörfer, Burgen, Städte und Gewölbe. Man verfolgt Questen, handelt und geht auf die Jagd, kauft Häuser und begegnet immer wieder mehr oder weniger freundlich gesinnten Gestalten.

Das alles spielt sich auf einem modularen Spielbrett ab, das unzählige Variationen zulässt, eine Art (überirdisches) Dungeon Quest, wenn man so will. Mit 120 Geländeplättchen und knapp 600 Karten ist es allerdings alles andere als ein Leichtgewicht und wird noch die ein oder andere Kürzung in Anspruch nehmen.

Besonders stolz bin ich auf ein paar einzigartige Mechanismen, wie es sie so in noch keinem anderen vergleichbaren Spiel gibt. Das Questsystem funktioniert z. B. über Gerüchte, die man während der Reise aufschnappt.
  
Außerdem bietet der Kampf immer eine alternative Möglichkeit, anzugreifen, da er sich stets auf zwei der vier Grundeigenschaften der Helden bezieht. Wer sagt schließlich das ein Recke der nicht geschickt genug ist eine Muskete abzufeuern nicht trotzdem im Nahkampf durch seine schiere Körperkraft damit genug Schaden verursacht?  

Des Weiteren sei noch der Tag und Nacht Zyklus als auch das Handelssystem erwähnt, welches automatisch Preise ändert und sogar Läden schließen lässt. Das Spiel ist so konzipiert, dass es jederzeit solo als auch in Gruppen mit- und gegeneinander spielbar ist.

Leider ist der finanzielle Aufwand für ein solches Mammutprojekt ein enormes Risiko und garantiert noch lange keine guten Verkaufszahlen.


Aktuell habe ich zehn Spiele aus der Welt Saxonien®,  wie man so schön sagt, in der Pipeline. Vom einfachen Sammelspiel für Kinder über chaotische Partyspiele für große Gruppen bis hin zu taktischen Duellen für zwei ist alles dabei. Die Themen reichen dabei von saxonischen Krautball-Hooligans bis zu putzigen Hamsterjagden, immer mit einer Prise dunklen Humor, aber nie wirklich böse.


Manche dieser Projekte sind aufgrund ihrer hohen Kartenzahlen und der daraus resultierenden festen Abnehmergrößen für einen Ein-Mann-Verlag leider nur mühsam umzusetzen. Als Beispiel: Ein schneller Dungeon Crawler mit stolzen 120 Karten ist bereits vollständig fertiggestellt und wartet nur noch auf die Druckfreigabe und natürlich die benötigten Thaler dafür.


Meine Strategie besteht deshalb darin, mich Schritt für Schritt an diese größeren Projekte heranzuarbeiten, indem ich zunächst viele kleinere Kartenspiele mit Standard-Kartenzahl veröffentliche. Angefangen mit „Der Boden ist Lava“ plane ich, vorausgesetzt ich erreiche die benötigten Mittel, diese in einem festen Zyklus zu veröffentlichen.   

Ihr dürft also gespannt sein!